Ausbildung
Unsere Ausbildung findet im Rahmen des Dienstabends jeden 2. Montag in unserer Wache am Schützenwall 47 in Norderstedt statt.

In 6 Gruppen unterteilt wird mit den Kameraden jeweils eine Thematik pro Dienstabend wiederholt. Zudem gibt es regelmäßig Sonderdienste, die in Bereichen wie Atemschutz, Gefahrgut oder fahrzeugspezifischen Details das Wissen auffrischen.

Die Leitung unterliegt nicht immer den Gruppenführern, sondern auch Kameraden die sich in bestimmten Bereichen besonders gut auskennen.
Mehrmals im Jahr finden besondere Dienste auf fremdem Gelände statt, wie die Ausbildung an der Landesfeuerwehrschule in Hamburg, Wärmegewöhnung in Wankendorf und ein Fahrertraining. Nach Möglichkeit werden wir auch von Mitarbeitern der örtlichen Einrichtungen geschult, wie zum Beispiel den Mitarbeitern der Hochbahn Hamburg im Umgang an und mit den U-Bahnen und Gleisen die sich im Bereich Norderstedts befinden.

Für die Atemschutzträger ist ein Besuch in der Mobilen Atemschutzstrecke (MOBAS) einmal im Jahr Pflicht.


Übungsdienste



PA-Ausbildung
PA-Ausbildungsdienste dienen unseren PA-Trägern sich mit ihrern Geräten auseinanderzusetzten und in stressfreier Atmosphäre auch schwierige Situationen zu meistern.
Unsere Atemschutz-Fachwarte Roland und Carsten organisieren regelmäßig Dienste in unterschiedlichen Räumlichkeiten, bei denen der Umgang im Trupp und mit dem Gerät geübt wird. Dieses Mal wurde auf einem Spielplatz in Norderstedt geübt. Eine hohe Belastung der PA-Träger war genauso Ziel, wie das geschickte Überwinden von Hindernissen und engen Passagen.





PA-Praxis Ausbildung auf dem Spielplatz an der Harckesheyde



Gefahrgutausbildung

Die Dienstabende im September wurden für die Auffrischung unseres Wissens im Bereich Gefahrgut genutzt. Jörg Krahn, Zugführer des Gefahrgutzuges Norderstedts, erläuterte uns den GW-G 90/54, der in der Wache 4 in Friedrichsgabe stationiert ist.
Da die Wehren Glashütte und Friedrichsgabe den Gefahrgutzug bilden, haben unsere Kameraden nur gelegentlich Zugang zu den Fahrzeugen.



Fotos Gefahrgutausbildung




Wärmegewöhnung und Flash-Over-Training in Wankendorf

Der Sommer 2007 war gefüllt mit vielen Ausbildungen für unsere PA-Träger. Es wurden mehrere Termine angeboten, in denen der Wärmegewöhnungscontainer in Wankendorf genutzt werden konnte. Erstmals gab es dieses mal die Möglichkeit für die PA-Träger, die drei Mal an der Wärmegewöhnung teilgenommen haben, auch in den Flash-Over-Container zu steigen. Einen Dank an unsere Fachwarte Atemschutz, Roland und Carsten.


Wärmegewöhnungscontainer
In dem Container können Temperaturen über 600 Grad Celsius entstehen und daher ist die Übung eine große Herausforderung für Mensch und Gerät. Eine Übungsgruppe besteht aus den teilnehmenden Kameraden, welche von einem Ausbilder und einem Sicherheitsbeamten betreut werden. Während der Übung steht der Sicherheitsbeamte am Notausgang der Übungsanlage und greift im Notfall in den Übungsbetrieb ein. Es hat sich gezeigt, dass bei den Übungen ein Strahlrohr nach amerikanischem Vorbild von Vorteil ist, da es einen sehr feinen Wassernebel erzeugen kann.


Flash-Over-Container
Ziel des Trainings ist das rechtzeitige Erkennen von Anzeichen für einen bevorstehenden Flash-Over, das Bekämpfen in der Entstehungsphase und das Austesten der Schutzkleidung. Um das Risiko für die Auszubildenden möglichst gering zu halten, sind die Verhältnisse im Container so abgestimmt, dass es zu keinem echten Flash-Over kommt. Da genügend Sauerstoff vorhanden ist, entsteht "nur" ein so genannter Roll-Over, d.h. ein sich langsam fortbewegender Flash-Over ohne Druckanstieg.

Vor dem Entzünden des Feuers, wurden zuerst das Wissen über Entstehung, Bekämpfung und Arten von Flash-Overn vermittelt. Nach dieser 1-stündigen Theoriestunde, wurde der richtige Umgang mit dem Hohlstrahlrohr "trocken" auf dem Hof geübt. Anschließend rüsteten sich alle 8 Kameraden sowie der Ausbilder komplett aus. Der Sitz von Helm, Atemschutzmaske und Flammschutzhaube wurden nochmals überprüft um sicherzugehen, dass keine Körperstelle frei bleibt. Nachdem alle im Container platz genommen hatten (jeweils 4 Mann an der rechten und linken Wand, der Ausbilder in der Mitte), wurde das Holz im hinteren Teil des Containers angezündet. Aus an den Wänden angebrachten Pressspanplatten entwichen durch die Hitze Pyrolysegase, die zum Entstehen der Flash-Over maßgeblich beitragen.
Zu Beginn wurde der Container komplett verschlossen damit sich die Luft darin schneller erwärmt. Die Kameraden im Container konnten dabei das rasche Absinken der Rauchuntergrenze gut verfolgen.


Fotos Flash-Over und Wärmegewöhnung
© Freiwillige Feuerwehr Harksheide